Die Dualreha unterstützt die positive Förderung und Beschleunigung des Heilungsprozesses nach durchstandener Krankheit, Sportverletzungen bzw. Operation. Sie ermöglicht zum Beispiel nach der Akutversorgung das Wiedererlernen wichtiger und richtiger Bewegungsabläufe. Die Fitness und damit die Sporttauglichkeit des Pferdes werden verbessert. Rehabilitationsmaßnahmen, als Teil eines ausgewogenen Trainings helfen sogar Verletzungen vorzubeugen. Die Dualreha ist für alle Rehapatienten ("Bein-" wie auch für "Rückenpferde") gleichermaßen empfehlenswert. Die Dualreha ist eine Kombination aus verschiedenen Trainingsmaßnahmen: der Klassischen Reitkunst, Longentraining, der Handarbeit nach iberischen Vorbild und der Dualaktivierung (nach Michael Geitner)
Untersuchung eines Pferderückens nach Schmerzpunkten
Die Dualaktivierung® bedient sich Jahrhunderte alten Gymnastiklektionen wie z. B. der Quadratvolte oder der halben Volte-Gerade, die im heutigen Training leider fast komplett verschwunden sind. Im Dualtraining werden die Pferde aufgefordert sich abwechselnd zu biegen um sich anschließend in den Gassen wieder gerade zurichten. Durch die am Boden liegenden Gassen bekommt das Pferd zusätzlich einen optischen Reiz, der es veranlasst, diese im Gehirn gelassen zu verarbeiten und seinen Körper physiologisch korrekt durch die Gassen hindurch zu bewegen und sich gerade zu richten. Lektionen lassen sich mit Hilfe der Gassen gezielt trainieren und wesentlich verbessern. Durch die kontrollierten und physiologisch richtigen Bewegungen in den Gassen, fällt es dem Pferd leicht auch schwierige Lektionen korrekt und entspannt auszuführen.
Durch die kontrollierte und physiologische richtige Bewegung während der Dualaktivierung® wird die Muskulatur der Pferde korrekt aufgebaut. Dieser Muskelaufbau wird selbst im Schritt verzeichnet, wodurch die Dualaktivierung® gerade für Reha-Pferde sehr empfehlenswert ist. Gerade bei diesen Pferden kommt es darauf an, die Muskulatur korrekt und vor allem vorsichtig wieder anzutrainieren und den Pferden das koordinierte richtige "Laufen" zu lehren, damit die Muskulatur bewusst eingesetzt wird, das Pferd ein eigenes Körperbewusstsein bekommt und die Muskulatur in diesem Training nicht verkrampft.
Schöner Trab mit aktiven Hinterbein
Für "Beinpatienten" ist die Arbeit an der Hand in der Dualaktivierung über mehrere Wochen möglich. Anschließend kann mit dem Training an der Longe und kurze Zeit darauf mit dem Training unter dem Sattel begonnen werden.
Die so genannten "Rückenpatienten" werden an der Longe und später unter dem Sattel in korrekter Dehnungshaltung ohne Hilfszügel gearbeitet. Nur in dieser Dehnungshaltung ist eine Lockerung und Dehnung der Oberlinie möglich. Anatomisch befindet sich ein Pferd im Gleichgewicht, wenn die Rückenwirbellinie fast waagerecht verläuft.
Ein weiterer Punkt für diese Patienten ist die eigene Körperwahrnehmung. Durch evtl. länger andauernde Schonhaltung und/oder evtl. falscher Muskulatur müssen diese Patienten ihr Körperbewusstsein neu erlernen um so die "angelernten" falschen Bewegungsmuster wieder zu korrigieren.
Trainingsmöglichkeiten Rehapatienten :