Klassische Reitkunst

"Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur"

Die klassische Reitkunst zeichnet sich durch die Légèreté aus, der Leichtigkeit und Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Sie fördert das seelische und körperliche Wohlbefinden der Pferde und das Potenzial der Pferde kann sich so in vollem Glanz entfalten.

Levade
Hengst in einer sehr schönen Levade

Das Pferd wird nicht in eine gewünschte Form "gepresst" sondern durch durchdachte, sich allmählich steigernden Übungen geschult und gymnastiziert. Das Pferd erlernt, seine Bewegungen gelassen, voller Anmut und mit Selbst- bewußtsein zu zeigen.

Camborio in der Passage
PRE-Hengst in einer sehr schönen Passage

Bei korrekter Arbeit wird das Pferd sich nicht verspannen, sondern locker und gelassen seine Lektionen zeigen. Hierdurch können bestehende Verspannungen behoben werden. Durch die systematische Gymnastizierung wird das Pferd in die Lage versetzt, das Gewicht des Reiters in allen Lektionen ohne Schaden zu tragen. Der Schwung des Pferdes wird gefördert und durch die Hankenbeugung und Aufrichtung des Halses wird die Lastungsdauer der Hinterhand geschult. Ein korrekter Muskelaufbau ist die Folge.

Schultrab
Schultrab - Der Hengst zeigt ein erhabenes Gangbild

Nur die Leichtigkeit der klassischen Reitkunst ermöglicht es dem Pferd alle Lektionen losgelassen, im Takt und Schönheit ohne jegliche Verspannungen in Muskeln und Gelenken auszuführen. Die Leistungsfähigkeiten und die Leistungsbereitschaft der Pferde bleibt so bis ins hohe Alter erhalten.

Rückenschwungpassage
Rückenschwungpassage mit mimimalistischer Anlehnung

Das oberste Gebot der klassischen Reitkunst ist der Leitsatz von La Guérinière "descente de main et das jambes", das "sinken lassen von Hand und Beinen".

Zeta in der Piaffe
PRE-Hengst in einer excellenten Piaffe

Schon Nuno Oliveira sagte:
Zitat:
"Anmut ist eine schöne Zierde der Kunst. Ohne Anmut gibt es kein feines Reiten, und ohne Feingefühl kann man nicht an Kunst denken. Härt, Gewalt und Kraft sind die Mitgift der Mittelmäßigen, die niemals wahrhaftig sein wollen."